mySOOFA KIDS schützt Kinder vor Gefahren im Internet

Um Eltern beim Schutz ihrer Kindern vor Gefahren im Internet zu unterstützen, entwickelt das Grazer Startup mySOOFA mit mySOOFA KIDS eine App, die nicht nur einen umfangreichen Schutz des Smartphones ermöglicht, sondern auch gleichzeitig Kindern eine gewisse Medienkompetenz im Umgang mit Apps und sozialen Netzwerken näher bringt.

mySOOFA KIDS baut auf der bereits seit 2016 bestehenden App mySOOFA auf, die es Nutzern ermöglicht – dem Trend des Digital Detox folgend – ihre Verbindungen zu Social Networks per Knopfdruck zu kappen.

Im Interview mit startablish spricht Co-Founderin Sabine Peklar über die häufigsten Gefahren im Internet, Lösungen für Schulbetriebe sowie die weiteren Zukunftspläne von mySOOFA Kids.

Was ist mySOOFA KIDS?

mySOOFA KIDS ist eine App, die alle auf dem Smartphone installierten Anwendungen bzw. Apps erkennt und diese per ‚Knopfdruck’ für eine beliebige Dauer sperren kann. Gleichzeitig kann ich als Elternteil gemeinsam mit meinem Kind festlegen, welche Apps und Programme auf dem Smartphone meines Kindes installiert und genutzt werden können.

Woher kam die Idee zur Erweiterung eurer ursprünglichen App mySOOFA?

Aufgrund der Sperrmöglichkeit von sozialen Netzwerken in unserer ursprünglichen App mySOOFA und der leider immer häufigeren Berichterstattungen über Kriminalität bei Kindern im Internet haben wir uns folgende Frage gestellt: Wie können wir Kindern, die den realen Gefahren aus dem Netz mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert sind, vor diesen bewahren? Und welches Instrument können wir ihnen und ihren Eltern in die Hand geben, das ihnen dabei hilft? So haben wir mySOOFA KIDS entwickelt, die einen sicheren Schutz für Kinder während der Abwesenheit ihrer Eltern bietet.

Wie unterscheidet sich mySOOFA KIDS von anderen Tools die Internetseiten sperren?

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass mySOOFA KIDS ausschließlich von den Eltern mit Passwort oder Pin deinstalliert werden kann und diese Sperre unumgänglich ist. Zudem bleiben sämtliche Nachrichten während der Sperre im Hintergrund erhalten und können sofort nach Deaktivierung wieder abgerufen werden. Die automatische, individuelle Apperkennung, auch bei neu installierten Apps, ist ebenso wichtig, wie die Tatsache, dass mySOOFA KIDS völlig autonom agiert, das heißt es ist keine Internetverbindung notwendig, was für den Schutz persönlicher Daten ein wichtiges Thema ist. Letztendlich sei noch erwähnt, dass Eltern ihre Kinder und umgekehrt natürlich trotzdem immer telefonisch oder per SMS erreichen können.

Für welche Altersgruppe ist mySOOFA KIDS geeignet?

Wir möchten Eltern mit Kindern zwischen 6 und 14 Jahren ansprechen. In dieser Altersgruppe sind Kinder mitunter mit dem Internet überfordert. Es ist doch so: Kinder können meist nicht einschätzen, ob das, was sie konsumieren, gefährlich für sie ist oder nicht.

Aus eurer Erfahrung heraus, was sind die häufigsten Gefahren, die das Internet für Kinder und Jugendliche, birgt?

Die häufigsten Gefahren sind Cybermobbing gefolgt von sexuellen Belästigungen und danach gleich der Schutz persönlicher Daten. Jedes 5. Kind war schon einmal Opfer von Cybermobbing. Man spricht von einer Dunkelziffer von 1,4 Mio Kindern und Jugendlichen allein im deutschsprachigen Raum. Eine besonders schlimme Gefahr, von der nicht nur Mädchen sondern auch Buben bedroht sind, ist das “Grooming”. Dabei handelt es sich um die Kontaktaufnahme pädophiler krimineller Erwachsenen zu kindlichen Opfern zwecks Anbahnung eines sexuellen Missbrauchs. Im Bereich Datenschutz ist es die unvorsichtige Herausgabe persönlicher Daten wie Telefonnummer, Name, Anschrift, aber auch Bilder in Chats oder sozialen Netzwerken. In günstigen Fällen folgt eine Flut an Spam-Mails oder Werbeangeboten, im schlimmsten Fall lockt es kriminelle Zeitgenossen an.

Ihr bietet auch Lösungen für ganze Schulen an. Wie sieht das konkret aus?

Mit Schule 4.0 ist eine IT-Infrastruktur Erweiterung an Schulen geplant, das heißt Digitalisierung ist auch hier ein sehr wichtiges Thema. Mit mySOOFA KIDS bieten wir für Tablets eine zeitgesteuerte Lösung mit Timer an. Somit besteht die Möglichkeit mit einem Remotekontrollsystem die Funktionen der Apps zu steuern. Mit Aufkommen der sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Chats wie Whatsapp nimmt, wie gesagt, die Entwicklung von medialen Missbrauch zu. Hier sehen wir mySOOFA KIDS als zusätzliche Prävention durch eine geregelte übersichtliche Sperre von Anwendungen und Apps, die gerade nicht explizit im Unterricht verwendet werden sollen.

Wie finanziert ihr euch bisher und könnt ihr schon kostendeckend wirtschaften?

Wir sind zur Gänze eigenfinanziert, worauf wir von Anfang an großen Wert gelegt haben. Unser Start ist noch nicht lange her, daher haben wir noch einen überschaubaren Weg bis zur Kostendeckung.

Wie sehen die Zukunftspläne für mySOOFA KIDS aus?

Natürlich sind für mySOOFA KIDS weitere Spezialisierungen geplant, die wir jetzt noch nicht preisgeben möchten. Spezialisierungen, die den Schutz der Kinder im Bereich persönlicher Daten noch weiter verstärken, wobei uns vorallem das Thema Datenschutz ein großes Anliegen ist. Wir sehen auch international ein großes Potential für die App und sind schon mit namhaften Mediengrößen im Gespräch.

Welche Tipps würdest du neuen Startups mitgeben?

Aus eigener Erfahrungen heraus: Bringe das Vertrauen in deine Idee mit und die Risikobereitschaft, die manchmal damit verbunden ist sowie ein hohes Maß an Resilienz – sollte mal etwas nicht so laufen – wieder aufstehen, Krone richten und weitergehen…..das Ziel nie aus den Augen verlieren.

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Wien Energie testet Blockchain-Technologie

BTL, Wien Energie und EY testen ab Februar in Wien die neue Peer-to-peer-Technologie für Transaktionen in der Energiewirtschaft

Wien Energie beteiligt sich gemeinsam mit anderen internationalen Energieunternehmen an einem von BTL GROUP LTD, einem kanadischen Blockchain-Startup, durchgeführten Blockchain Pilotprojekt. BTL wird auf Basis ihrer bestehenden Interbit Handelsplattform ein Pilotprojekt für den Gashandel durchführen. Das Beratungsunternehmen EY unterstützt BTL hinsichtlich Evaluierung und Prüfung der erstellten Lösung. Ziel des dreimonatigen Projektes ist, die Blockchain-Technologie für den Energiehandel zu erproben.

Der Blockchain-Technologie werden für die Zukunft des Energiemarktes große Potenziale eingeräumt. Sie gilt als einer der nächsten großen Trends der Energiewirtschaft. Mit dieser Technik und den damit verbundenen Netzwerkmöglichkeiten kann die Entwicklung dezentraler Energieliefersysteme gefördert werden. Noch steckt die Technologie in einem sehr frühen Versuchsstadium, da insbesondere in der Energiewirtschaft auch hohe regulatorische Vorgaben eingehalten werden müssen.

„Mit dem jetzt gestarteten Pilotprojekt können wir mit unseren Partnern Know-how im Blockchain-Bereich aufbauen und die neue Technologie auf ihre Chancen und Vorteile abtesten. Ebenso wollen wir analysieren, wie daraus neue Geschäftsmodelle entstehen können“, sagt Peter Gönitzer, Geschäftsführer bei Wien Energie. „Durch unterschiedliche Versuchsanordnungen mit der Technologie sollen neue Erkenntnisse zum Einsatz von Blockchain im Energiegeschäft gewonnen bzw. mögliche Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen ausgelotet werden.“ „Die Blockchain-Technologie ist ein weiterer Digitalisierungstrend, der auf die Energiewirtschaft zukommt. Als Österreichs größter Energiedienstleister wollen wir die Chancen dieser Technologie aktiv für unsere Kunden und uns nutzen“, ergänzt Michael Strebl, Vorsitzender der Wien Energie-Geschäftsführung.

„Das ist eine großartige Chance für die Energiewirtschaft und BTL ist begeistert, den Wandel in diesem Bereich durch unsere Interbit-Plattform voranzutreiben”, sagte Guy Halford-Thompson, Geschäftsführer und Mitbegründer von BTL. „Durch die Nutzung der Blockchain-Technologie werden die Energie-unternehmen in der Lage sein, die Kosten mehrerer Geschäftsbereiche erheblich zu senken. Die Beteiligung von Wien Energie an diesem Pilotprojekt wird für alle Beteiligten sehr wertvoll sein.”

Andreas Freitag, Manager bei EY Österreich: „Die Energieindustrie sollte sich aktiv mit der Blockchain-Technologie beschäftigen. Die Auswirkungen auf bestehende Prozesse und Märkte könnte enorm sein. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Technologie zu erproben und das eigene Unternehmen auf die kommenden Veränderungen einzustellen. Das Projekt hilft der Energiewirtschaft das künftige Potential der Technologie noch besser einzuschätzen und hebt das Verständnis, wie das Blockchain-Protokoll die Energiewelt beeinflussen wird.“

Im Rahmen des von Februar bis Mai 2017 laufenden Pilotprojekts testet Wien Energie die Tauglichkeit der neuen Blockchain-Technologie für eine Tradingplattform im internationalen Gashandel.

Potenzialanalyse für die Blockchain-Technologie

Bei Blockchain-Lösungen für die Energiewirtschaft wird beispielsweise die dezentrale Erzeugung in Kleinanlagen (etwa Photovoltaik-Anlagen) mit einem Transaktionssystem kombiniert, das autonom, ohne zentrale Instanz agiert. Durch die Speicherung und Verschlüsselung von Transaktionsdaten auf den Computern der Teilnehmer ermöglicht Blockchain eine sichere Person-zu-Person-Abwicklung von vertrauensbasierten Geschäften. Damit stellt sie einen radikalen Gegenentwurf zur bestehenden Systemarchitektur dar, mit deren Hilfe die Energiewirtschaft auf die Herausforderungen der Dezentralisierung und Digitalisierung der Energieversorgung reagieren kann. Bei einem breiten Roll-Out ergeben sich damit für Energieunternehmen vollkommen neue Marktchancen für Dienstleistungen und Anwendungen. Diese gehen vom Energiehandel, der E-Mobilität bis zum Strom-Sharing oder dem Internet-of-things. So könnte eine Blockchain-Anwendung im Bereich E-Mobilität die Zurverfügungstellung privater Ladestationen an andere User ermöglichen. User könnten über die Blockchain und Smart Contracts (automatisierte Verträge) vollkommen automatisiert an privaten und öffentlichen Ladestationen laden und bezahlen. Die Verrechnung und Dokumentation würde in real-time erfolgen.

Waytation holt Investment von Hansi Hansmann und startup300

Das Wiener Startup Waytation, das „Google Analytics für Messen und Kongresse“, hat sich mit der ersten Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag geholt. Mit Johann „Hansi“ Hansmann und startup300 sind zwei der bekanntesten Investoren des Landes eingestiegen. Mit dem Investment werden Florian Bräuer und Cemsit Yelgin, die Gründer von Waytation, den Messe- und Kongressmarkt in das digitale Zeitalter führen.

„Wir messen Messen“ fasst Florian Bräuer die Geschäftsidee des 2015 gegründeten Unternehmens in drei Worten zusammen. Mit „smarten“ Namenschildern und eigens entwickelter Sensoren erfasst Waytation Besucherströme und Verhaltensmuster nahtlos und kann die komplette „Customer Journey“ eines Besuchers auf Messen und Events visualisieren. Die Erfolgsanalysen sind anonymisiert, jedoch kategorisiert, wodurch punktgenau gezeigt wird, welche Zielgruppen sich für welche Vortragsthemen und Messestände interessieren. „Bisher gab es solche Kennzahlen und Fakten nicht. Veranstalter können erstmals das Erlebnis der Besucher verstehen, Trends aufgreifen und den Erfolg ihrer Investitionen messen“, erklärt Cemsit Yelgin.

Entwickeln, was der Kunde braucht

Obwohl die Veranstaltungsbranche neu für die beiden Gründer war, erzielten sie bereits im ersten Geschäftsjahr einen sechsstelligen Umsatz. Parallel dazu bauten sie ein beachtliches Technologie-Portfolio auf.

„Wir haben zuerst verkauft und erst danach zu entwickeln begonnen – ganz nach dem Lean Startup Principle“, erinnert sich das Gründerduo. Waytation traf den Bedarf des Marktes perfekt: ein Skype-Call genügte, um Grégoire Pavillon von dem Konzept zu überzeugen und damit EASL, einen der größten medizinischen Dachverbände Europas und Veranstalter des Internationalen Leberkongresses, als Kunden zu gewinnen. Als Unterstützer der ersten Stunde kam EASL bei der aktuellen Finanzierungsrunde nun auch als strategischer Investor an Bord.

Waytation hat von Beginn an auf Geschwindigkeit gesetzt und beschäftigt mittlerweile ein Team von 20 Personen, wickelt Aufträge mit über 20.000 Besuchern ab und verarbeitet pro Event etwa 900 Millionen Datensätze. Im März steht der bisher größte Einsatz beim Radiologiekongress ECR an. Ab April beginnt mit Amsterdam und Helsinki die Expansion in die Eventmetropolen Europas.

Die Crème de la Crème der Szene

Die Waytation-Vision ist groß – und so auch die erste Finanzierungsrunde. Der „Best European Early Stage Investor“ Hansi Hansmann investierte ebenso wie die startup300 AG, das größtes Business Angel Netzwerk des Landes. Mit an Bord sind auch bekannte Business Angels wie Johannes Siller sowie der erste Waytation-Kunde EASL. Branchengrößen wie Christian Mutschlechner vom Vienna Convention Bureau oder Konrad Friedrich von ESR unterstützen Waytation tatkräftig. In Wien wird mit den starken Partnern Austria Center Vienna und Reed Exhibitions Messe Wien sogar bereits an einer Fixinstallation der Sensoren gearbeitet.

„In unserem ersten Jahr konnten wir das Interesse der größten Player der Branche wecken. Dass wir nun im zweiten Jahr auch noch die bedeutsamsten Investoren überzeugt haben, macht uns mehr als stolz“, erklären die Jungunternehmer. „Waytation löst eindeutig ein Problem und das auf sehr effiziente und elegante Weise. Die beiden Founder Florian und Cemsit haben einen klaren Zug zum Tor und haben mich schnell überzeugt. Wir werden von Waytation noch viel Gutes hören“, sagt Business Angel Hansi Hansmann.