Linda.at sagt hohen Maklerkosten den Kampf an

Jeder, der schon mal eine Wohnung gesucht hat oder ein Haus verkaufen wollte, kennt das Problem: Die Maklerkosten sind horrend. Beim Immobilienverkauf zahlen sowohl Verkäufer als auch Käufer eine hohe prozentuelle Provision; als Mieter zahlt man bis zu zwei Monatsmieten, ohne selbst einen Makler beauftragt zu haben. Linda, eine neue Immobilienmaklerin will das ändern: Faire Fixpreise statt prozentueller Provisionen – und insgesamt zahlt man nur noch einen Bruchteil der Kosten eines klassischen Maklers. Damit ist das Startup First Mover am österreichischen Immobilienmarkt.

Hausverkauf – ein teures Unterfangen

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein Haus verkaufen. Wenn Sie einen Makler beauftragen, bedeutet das eine Provision von drei Prozent (exkl. Steuer) – und diese zahlen sowohl Sie als auch der Käufer. Die einzige Alternative ist ein Verkauf im Alleingang, die einen vor allem aus rechtlicher Sicht vor eine Herausforderung stellt. Linda.at bietet den goldenen Mittelweg: Die Plattform vermarktet für einen monatlichen Betrag (€ 55 bei Verkauf) die Immobilie professionell auf linda.at und weiteren Immobilienseiten wie willhaben.at. Danach sind wieder Sie als Besitzer am Zug und wickeln die Besichtigungen ab – dadurch haben Sie die komplette Kontrolle über den Vermittlungsprozess, werden aber in allen Belangen von kompetenten Maklern vor Ort betreut. Ist ein Interessent gefunden, zahlen Sie – ganz unabhängig vom Verkaufspreis – einmalig € 1.850,- an Linda für die erfolgreiche Abwicklung.

Ein Beispiel: Sie verkaufen Ihr Haus um € 367.000,-. Ein klassischer Makler würde dann € 13.212,- Provision bekommen. Bei Linda hingegen zahlen Sie nur € 1.850,- plus die monatlichen Vermarktungskosten bis zur Vermittlung.

Komplett provisionsfrei für Käufer, Mieter und Vermieter

Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie stehen auf der anderen Seite: Sie möchten das besagte Haus kaufen – mit einem klassischen Makler zahlen Sie ebenso wie der Verkäufer € 13.212,- Provision. Bei Linda zahlen Sie € 0,- (in Worten: Null) Provision. Optional bietet Linda dem Käufer noch ein vergleichsweise günstiges Dienstleistungspaket für die rechtliche Abwicklung des Vertrags (€ 1.750,-) an, das aber nicht genutzt werden muss. Vermieter zahlen ausschließlich die monatlichen Vermarktungskosten von € 25,-, damit Ihre Immobilie auf linda.at, willhaben.at & Co angeboten wird. Und auch für Mieter die schönsten Worte überhaupt: Jede Immobilie komplett provisionsfrei.

Linda ist First Mover in Österreich

Mit dem Fixpreis-Konzept will Linda den österreichischen Immobilienmarkt aufmischen. Denn wir hinken im internationalen Vergleich ziemlich hinterher – in Ländern wie den Niederlanden, Deutschland und Großbritannien sind Fixpreis-Makler mit weit niedrigeren Preisen längst gang und gäbe. Die Makler Österreichs können sich jedenfalls schon mal auf die neue Konkurrenz gefasst machen.

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REALONAUT combines real estate with virtual reality

Wohnung suchen bedeutet vor allem eines, einen sehr hohen Zeitaufwand. Man klickt durch unzählige Bildergalerien, besichtigt Wohnungen, die dann doch nicht den Erwartungen entsprechen und investiert viel Zeit. Letzteres gilt vor allem nicht nur für Kunden, sondern auch Immobilienmakler. Das Wiener Startup Realonaut bietet Immobilienfirmen mit seiner SaaS-Lösung („Software as a Service“) eine zeit- und kosteneffiziente Alternative, durch die Makler die verfügbaren Immobilien selbst digitalisieren und Rundgänge online präsentieren können. Obwohl erst im März 2017 gestartet, konnte Realonaout bereit die Raiffeisen Immobilien, Otto Immobilien und die ÖRAG überzeugen und als Kunden gewinnen.
Gründer Georg Wimberger im Interview über die Proptech Austria Initiative, weitere mögliche Anwendungsfelder und die Zukunftspläne für 2018:

Welches Konzept steht hinter Realonaut?

Wer kennt die Probleme beim der Wohnungssuchen nicht! Falsche Beschreibungen, keine Bilder oder schlechte Bilder? Zeitverschwendung mit unnötigen Besichtigungen! Und beim Makler ist es das Gleiche – viele Besichtigungen, viel Zeit aber keinen Abschluss.
Wir haben eine sehr simple und einfache Möglichkeit entwickelt mit der man sehr schnell, mit wenigen Klicks und kostengünstig Rundgänge selbst erstellen und hosten kann. Damit kann der Kunde einen realitätskonformen Blick in das gewünschte Objekt werfen. Jederzeit von überall und mit jedem Gerät.

360° Fotos für Immobilien sind jedoch per se keine neue Erfindung, was macht euer Produkt so besonders?

Der Makler muss niemanden mehr beauftragen, der ihm um mehrere hundert Euro für das Fotografieren eines Objekts abnimmt, sondern erledigt das innerhalb von wenigen Minuten vor Ort selbst. Die Kosten sinken damit auf ein absolutes Minimum von wenigen Euro.
Im Gegensatz zu einem einfachen 360° Foto bietet eine interaktive Tour den Vorteil einer genaueren Vorstellung und einem spielerischen Erlebnis. Dieses ist auf allen Endgeräten möglich – mit oder ohne VR Brille. Unser Version 2.0 (Living Room) ist deutlich schneller, leistungsstärker und moderner als alle bisherigen Lösungen auf dem nationalen und internationalen Markt. Arbeiten mit Realonaut macht außerdem Spaß.

© REALONAUT

Es gibt eine Vielzahl an Plattformen auf denen Privatpersonen ihre Wohnung oder Zimmer vermieten und denen euer Produkt sehr viel Zeit sparen würde. Ihr konzentriert euch dennoch derzeit vorwiegend aufs B2B- Geschäft, welche Gründe hatte diese Entscheidung?

Neben rechtlichen Überlegungen wie z.B Konsumenten- bzw. Datenschutz ist auch die noch geringe Verbreitung von 360° Kameras eine Eintrittsbarriere. Anbieter an Privatpersonen wie zum Beispiel Immonow nutzen den Realonaut für Ihre Zusatzdienste. Weitere Kooperationen mit Big Playern in diesem Bereich sind geplant.

Ihr arbeitet eng mit dem Startup Cybershoes 3D.RUN zusammen, wie sieht die Kooperation zwischen euch aus?

Durch die Beteiligung bei Cybershoes 3D.RUN haben wir uns breiter aufgestellt und sind für unterschiedliche Entwicklungen in der Zukunft des VR/AR Bereich bestens vorbereitet. Wir unterstützen uns gegenseitig in allen Bereichen und halten dem Erfinder Michael durch unsere Tätigkeiten im administrativen, strategischen und wirtschaftlichen Bereich den Rücken frei.

Wie schätzt du den Proptech- Markt in Österreich ein?

Als Mitglied der Initiative Proptech Austria wissen wir, dass die Immobilienbranche nach einem langen Dornröschenschlaf aufgewacht ist. Der Handlungsbedarf ist auch in den Unternehmen jetzt ersichtlich und neue Ideen und Innovationen finden schnell Anklang. Es ist im Moment ein spannendes Umfeld mit vielen Ideen. Von mehreren Seiten geht man davon aus, dass sich 360° als neuer Standard im Real Estate Bereich etabliert. Wir sind ständig im Austausch mit Julia Arlt und sind auch bei Future: PropTech Vienna am 9.11 als Aussteller dabei.

Könnt ihr euch noch andere Anwendungsgebiete für Realonaut vorstellen?

Nach Rückfragen aus der Wirtschaft arbeiten wir derzeit an einer neuen Lösung für den Bereich Facilitymanagement/Gebäudemanagement, welche den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes abbilden und so das Management vereinfachen wird. Wir führen Gespräche mit u.a Dress & Sommer, Siemens Gebäudemanagement, FM Oberösterreiche Landesregierung, Flughafen Wien und werden im Frühjahr das neue FM/Gebäudemanagement-TOOL vorstellen.

Wie sehen die weiteren Pläne für 2017/18 aus?

Wir entwickeln, testen und implementieren ständig neue Features und Funktionen. Wir haben einige Konzepte in der Schublade. Einerseits eine Internationalisierung mit dem jetzigen Produkt. Hierfür werden wir Events und Messen in Österreich und Europa besuchen, unsere Social Media Aktivitäten neu aufstellen sowie den internationalen Vertrieb starten. Andererseits ein neue Realonaut Adaption für eine breitere Masse und/oder Apps. Geplante, große Kooperationen runden unsere Pläne ab.

Habt ihr einen Rat für Startup- Gründer?

Ein Unternehmen gründen ist ein Spießrutenlauf, der nur dadurch gewonnen werden kann, wenn man auf seine Intuition hört und auch öfters seine Komfortzone verlässt.

Investoren steigen StoreMe ein

StoreMe, das Airbnb für Lagerplatz, erhält mittleres sechsstelliges Investment von Hansi Hansmann und der Schweizer Martin Global AG.

Die Urbanisierung ist in vollem Gange und der daraus resultierende Platzmangel ist in den Großstädten dieser Welt schon jetzt spürbar. Das Wiener Startup StoreMe rund um Johannes Braith, Ferdinand Dietrich und Christoph Sandraschitz hat es sich zur Aufgabe gemacht diesem Platzproblem entgegen zu wirken.

Verfügt jemand über zu wenig Platz, kann er diesen kostengünstig und unkompliziert in seiner unmittelbaren Umgebung finden. Die Lagerplatzbörse www.storeme.at verbindet Personen und Unternehmer mit ungenutztem Platz, mit Leuten welche Platzbedarf haben, denn über eine Suchfunktion können Menschen geeigneten Lagerplatz in ihrer unmittelbaren Umgebung finden. So ist es möglich mit ungenutztem Lagerplatz zusätzliches Einkommen zu generieren.

Um den Wachstumskurs seit dem Launch im Jänner 2016 fortführen zu können, bekommt das Startup nun frisches Kapital von dem bekannten Business Angel Hansi Hansmann und der Schweizer Martin Global AG. Das Investment im mittleren sechsstelligen Bereich wird nicht nur in Marketingmaßnahmen sondern auch in die technische Weiterentwicklung der Lagerplatzbörse investiert. Mit der Unterstützung von Hansi Hansmann und der Martin Global AG werden wir nicht nur den österreichischen Markt stärker durchdringen, sondern auch den Rollout in neue Märkte realisieren, so Braith.

Hansi Hansmann gilt als einer der bekanntesten Business Angels im deutschsprachigen Raum und erklärt den Grund seines Investments so: „Ich war vom Team schon nach dem ersten Treffen begeistert. StoreMe bietet eine coole Geschäftsidee, die tatsächlich ein Problem löst und auch das Business Modell hat mich schnell überzeugt.“