pwnwin casht up – Co-Founder Bernhard Eder im Interview

pwnwin sichert sich Business Angel-Unterstützung: Bernhard Eder, Dominik Mayrhofer, Roman Knoblechner und Ingo Potocnik, Gründer der eSports-Tournament-Plattform, einigten sich in der letzten Folge der aktuellen Staffel der Puls4 Startup-Shop „2 Minuten, 2 Millionen“ mit Business Angel Michael Altrichter auf eine Beteiligung. Flankiert wird Altrichter bei der Investitionsrunde von der Martin Global AG aus der Schweiz sowie dem österreichischen Business Angel-Netzwerk startup300. Insgesamt fließen über 200.000 Euro in das junge Unternehmen. pwnwin wächst seit dem Start im Dezember 2015 stark und wird Ende April bereits über 70.000 registrierte User haben.

eSports ist der sportliche Wettkampf zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen wie etwa „League of Legends“. Innerhalb weniger Jahre hat sich eSports von der belächelten Nische zum Massenphänomen entwickelt – mit Millionen Zuschauern und Preisgeldern in gleicher Höhe.

Starkes Wachstum seit dem Start

Die Gamer haben anscheinend auf pwnwin gewartet. Bis Ende April 2016 werden sich 70.000 User auf der Plattform registriert haben. Weit über 12.000 von ihnen haben dann auch bereits auf der Plattform gespielt – bis Ende des Jahres sollen es 100.000 sein. Täglich tragen rund 400 Gamer über pwnwin ihre Wettkämpfe aus – weit über 30.000 werden es in einer Woche bisher gewesen sein. pwnwin wächst derzeit von Monat zu Monat bei den gespielten Games mit rund 250 Prozent.

pwnwin bietet erstmalig nicht-professionellen eSports Gamer die Möglichkeit bei ihren Online- Matches um Geld zu zocken.

Co-Founder Bernhard Eder im Interview mit startablish.at nach dem erfolgreichen Auftritt bei 2 Minuten 2 Millionen:

Gratulation zum Pitch, wie geht’s euch?

Immer noch ein wenig aufgeregt. Ein Pitch vor laufenden Kameras ist nicht selbstverständlich und man hat nur diese eine Chance um Investoren von seiner Geschäftsidee zu überzeugen. Gottseidank hat alles geklappt. Es ist einfach geil!

Was war für euch die größte Challenge bei diesem Pitch?

In zwei Minuten eSports möglichst einfach einem breiten Publikum zu erklären! Und zu verdeutlichen, dass es sich hier um einen echten Sport handelt, dem Millionen von begeisterten Gamern verfallen sind. Und wir wollten das möglichst authentisch rüberbringen, dazu gehört auch etwas verschlafen drein zu schauen. J

Wie habt ihr euch auf den Pitch vorbereitet?

Das Wichtigste ist, dass der Text sitzt und man keine Hänger hat. Nach dem Ende meiner täglichen Laufrunde hab ich immer wieder den Pitch geübt, sozusagen um die Stresssituation möglichst ähnlich zu gestalten.

Was sagt ihr zu eurem Ergebnis?

Wir haben gewusst, dass wir mit unserem Geschäftsmodell einen enormen Wachstumsmarkt betreten. Dass nun ein Investor mit uns diesen Weg gemeinsam in Angriff nehmen will, ist der absolute Wahnsinn. Und es hat genau der richtige Investor angebissen!

Habt ihr schon konkrete Pläne, wie es nun weitergeht?

Mit dem Investment können wir nun gezielt unsere Marketingmaßnahmen vorantreiben. Mir fallen da gleich eine Vielzahl von Möglichkeiten ein, wobei wir uns wohl auf prominente eSports YouTuber konzentrieren, die unsere Plattform vorstellen und somit erhebliches Vertrauen erzeugen sollen.

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Wiener Startup predictR in Kooperation mit Erste Group

Auf der Bühne des Pioneers Festival kündigen predictR und die Erste Group eine Zusammenarbeit an, um neue Wege im digitalen Banking zu gehen.

PredictR, spezialisiert auf das Online-Banking, wandelt durch eine algorithmische Analyse historische Transaktionsdaten in eine Kontostandsvorhersage um. Die zugrundeliegenden Algorithmen, die höhere Mathematik mit fortgeschrittener Mustererkennung kombinieren, liefern die Einzigartigkeit dieser Softwarelösung – in Kombination mit einer einfachen auf den Zukunftsgraphen fokussierten Benutzeroberfläche.

Als Sieger eines im Vorjahr von der Erste Group organisierten Hackathons hat sich das Team in rasanter Weise in der Bankenwelt etabliert. Heute verwirklichen in der jungen Firma hervorragende Statistiker, Banker und Software-Entwickler Ideen für neue Services. Bereits in wenigen Monaten können diese in “George”, dem Online-Banking der Erste Group, bereitstehen.

predictR-Mitgründer Jakob Etzel freut sich auf die Kooperation: “Wir starten mit einer Bank mit knapp 16 Millionen Kunden in 7 Ländern, das macht schon ein bisschen Stolz. predictR ist zu 100% darauf fokussiert, Online-Banking für den Kunden angenehmer und effizienter zu gestalten. Eine moderne Bank muss auch im Internet klare Unterscheidungsmerkmale haben.”

Für die Erste Group ist eine Kooperation einem Fintech-Startup ein Novum und eine willkommene Ergänzung ihrer Innovationsstrategie. „Junge Talente die mit einem völlig neuen Blickwinkel auf digitales Bankgeschäft schauen – das ist es was wir brauchen“, so Peter Bosek, Chief Retail Officer in der Erste Group.

Wien Energie testet Blockchain-Technologie

BTL, Wien Energie und EY testen ab Februar in Wien die neue Peer-to-peer-Technologie für Transaktionen in der Energiewirtschaft

Wien Energie beteiligt sich gemeinsam mit anderen internationalen Energieunternehmen an einem von BTL GROUP LTD, einem kanadischen Blockchain-Startup, durchgeführten Blockchain Pilotprojekt. BTL wird auf Basis ihrer bestehenden Interbit Handelsplattform ein Pilotprojekt für den Gashandel durchführen. Das Beratungsunternehmen EY unterstützt BTL hinsichtlich Evaluierung und Prüfung der erstellten Lösung. Ziel des dreimonatigen Projektes ist, die Blockchain-Technologie für den Energiehandel zu erproben.

Der Blockchain-Technologie werden für die Zukunft des Energiemarktes große Potenziale eingeräumt. Sie gilt als einer der nächsten großen Trends der Energiewirtschaft. Mit dieser Technik und den damit verbundenen Netzwerkmöglichkeiten kann die Entwicklung dezentraler Energieliefersysteme gefördert werden. Noch steckt die Technologie in einem sehr frühen Versuchsstadium, da insbesondere in der Energiewirtschaft auch hohe regulatorische Vorgaben eingehalten werden müssen.

„Mit dem jetzt gestarteten Pilotprojekt können wir mit unseren Partnern Know-how im Blockchain-Bereich aufbauen und die neue Technologie auf ihre Chancen und Vorteile abtesten. Ebenso wollen wir analysieren, wie daraus neue Geschäftsmodelle entstehen können“, sagt Peter Gönitzer, Geschäftsführer bei Wien Energie. „Durch unterschiedliche Versuchsanordnungen mit der Technologie sollen neue Erkenntnisse zum Einsatz von Blockchain im Energiegeschäft gewonnen bzw. mögliche Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen ausgelotet werden.“ „Die Blockchain-Technologie ist ein weiterer Digitalisierungstrend, der auf die Energiewirtschaft zukommt. Als Österreichs größter Energiedienstleister wollen wir die Chancen dieser Technologie aktiv für unsere Kunden und uns nutzen“, ergänzt Michael Strebl, Vorsitzender der Wien Energie-Geschäftsführung.

„Das ist eine großartige Chance für die Energiewirtschaft und BTL ist begeistert, den Wandel in diesem Bereich durch unsere Interbit-Plattform voranzutreiben”, sagte Guy Halford-Thompson, Geschäftsführer und Mitbegründer von BTL. „Durch die Nutzung der Blockchain-Technologie werden die Energie-unternehmen in der Lage sein, die Kosten mehrerer Geschäftsbereiche erheblich zu senken. Die Beteiligung von Wien Energie an diesem Pilotprojekt wird für alle Beteiligten sehr wertvoll sein.”

Andreas Freitag, Manager bei EY Österreich: „Die Energieindustrie sollte sich aktiv mit der Blockchain-Technologie beschäftigen. Die Auswirkungen auf bestehende Prozesse und Märkte könnte enorm sein. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Technologie zu erproben und das eigene Unternehmen auf die kommenden Veränderungen einzustellen. Das Projekt hilft der Energiewirtschaft das künftige Potential der Technologie noch besser einzuschätzen und hebt das Verständnis, wie das Blockchain-Protokoll die Energiewelt beeinflussen wird.“

Im Rahmen des von Februar bis Mai 2017 laufenden Pilotprojekts testet Wien Energie die Tauglichkeit der neuen Blockchain-Technologie für eine Tradingplattform im internationalen Gashandel.

Potenzialanalyse für die Blockchain-Technologie

Bei Blockchain-Lösungen für die Energiewirtschaft wird beispielsweise die dezentrale Erzeugung in Kleinanlagen (etwa Photovoltaik-Anlagen) mit einem Transaktionssystem kombiniert, das autonom, ohne zentrale Instanz agiert. Durch die Speicherung und Verschlüsselung von Transaktionsdaten auf den Computern der Teilnehmer ermöglicht Blockchain eine sichere Person-zu-Person-Abwicklung von vertrauensbasierten Geschäften. Damit stellt sie einen radikalen Gegenentwurf zur bestehenden Systemarchitektur dar, mit deren Hilfe die Energiewirtschaft auf die Herausforderungen der Dezentralisierung und Digitalisierung der Energieversorgung reagieren kann. Bei einem breiten Roll-Out ergeben sich damit für Energieunternehmen vollkommen neue Marktchancen für Dienstleistungen und Anwendungen. Diese gehen vom Energiehandel, der E-Mobilität bis zum Strom-Sharing oder dem Internet-of-things. So könnte eine Blockchain-Anwendung im Bereich E-Mobilität die Zurverfügungstellung privater Ladestationen an andere User ermöglichen. User könnten über die Blockchain und Smart Contracts (automatisierte Verträge) vollkommen automatisiert an privaten und öffentlichen Ladestationen laden und bezahlen. Die Verrechnung und Dokumentation würde in real-time erfolgen.